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Spalting

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Die Schönheit eines verfallenden Baums

Wenn man ein Phänomen einmal gesehen hat, sieht man es immer wieder. Diese Erfahrung mache ich gerade mit dem „Spalting“-Phänomen, das ich vor einiger Zeit an einem abgesägten Baumstamm bewundert und kurz beschrieben habe. Dabei wird das tote Holz eines abgestorbenen oder absterbenden Baums von einem Pilz befallen. Die Spuren des Befalls, die auch Ausdruck des Verfalls des Holzes sind, erscheinen in ihrer Färbung und Strukturierung naturschön. Vor einigen Tagen fand ich einen abgestorbenen Baumstumpf von etwa 1 m Länge, der gewissermaßen schollenweise entlang der Jahresringe zerfällt. Ich konnte die den runden Jahresringen entsprechend gerundeten Schollen mit bloßen Händen abheben und auf den Oberflächen Strukturen wie die im Foto bestaunen. Beim Abheben scheuchte ich Myriaden von Insekten auf, die zwischen den bereits entstandenen Spalten wohl ein Zuhause gefunden hatten. Der tote Baum ist von vielfältigem Leben erfüllt und lebt so auf eine bestimmte Weise weiter.

Wer Freude an der Wahrnehmung von Pareidolien, also Gesichtern und anderen Strukturen hat, wird vielleicht auch noch in dieser Hinsicht fündig.

Vieles Schöne findet im Verborgenen statt und zeigt, dass es gar nicht als etwas Schönes gedacht war. Erst dadurch, dass ein Mensch es zu Gesicht bekommt wird es zum Schönen, in diesem Fall – Naturschönen. Dass ich beim Abheben der Holzscholle einen massiven Eingriff in die Wohnstuben vielerTiere und Pilze unternommen habe, tut mir leid. 😉

Schön gestocktes Holz

Als ich kürzlich einen abgestorbenen Baum fällen musste, stellte ich mit Erstaunen und einer Spur von neugierigem Entzücken fest, dass das gestockte Holz eine naturschöne Strukturierung und Färbung angenommen hatte (siehe Foto). Diese wie eine abstrakte Naturmalerei wirkende Musterung konnte kaum ließ keine Beziehung zu den natürlichen Charakteristik wie etwa die Jahresringe des Baums erkennen. Weiterlesen

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