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Vulkan

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Miniaturvulkan

Nachdem der Cumbre Vieja auf meiner Lieblingswanderinsel La Palma ausgebrochen ist, sehe ich offenbar überall Vulkane, selbst im Asphalt, der von der Sonne zum Ausbruch bzw. Schmelzen gebracht wurde (siehe Foto).
Bei genauerem Hinsehen erkennt man aber, dass hier etwas ganz anderes passiert. Ein Stein, der auf einer vorher festen Bitumenschicht lag, sinkt in dem Maße ein, wie letzteres sich von der Sonne aufgeheizt flüssig wird. Interessant ist dabei, dass das Bitumen nicht einfach weich wird und sich plastisch verformt, sondern in eine strähnenartige Struktur übergeht.

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Der Cumbre Vieja ist erneut erwacht..

Es ist noch gar nicht lange her, dass ich am Cumbre Vieja auf der Insel La Palma gewandert bin. Alles war friedlich und nichts deutete darauf hin, dass sich im Untergrund etwas zusammenbraute. Lediglich die spärliche Vegetation, die dabei war, das vom letzten Ausbruch verwüstete Gebiet wieder zu besiedeln, und der vulkansteinige Boden ließen erkennen, dass wir nicht über gewöhnlichem Boden marschierten. Jetzt ist es wieder einmal soweit, der Vulkan ist ausgebrochen. Lavaströme ergießen sich über das Land und bewegen sich bergabwärts zum Meer. Zahlreiche Menschen haben bereits jetzt ihre Häuser verloren. Keiner kennt den genauen Ausgang dieses Naturphänomens.

Naturschöne Tuffsteinskulpturen in Kappadokien

Ich wandere gern in den Bergen. In den Mittelgebirgen sind es vor allem die Pflanzenwelt, die Ausblicke auf die Landschaften und die Anblicke der Farben und Strukturen der Natur, die je nach Jahreszeit und Sonnenstand das Wandern bereichern. Im Hochgebirge beeindrucken die gewaltigen Felsformationen und die körperlichen Herausforderungen, die sie einem abverlangen. Ganz anders ist es in den Bergen aus Tuffstein in Kappadokien (Anatolien). Diese eher sanfte Berglandschaft ist vor etwa 30 Millionen Jahren aus der Asche gewaltiger Vulkanausbrüche entstanden. Wind und Wetter haben im Laufe der Zeit wahre Naturkunstwerke gestaltet. In dem in der Nähe von Göreme entstandenen Foto sieht man anhand eines durchgehenden Streifens unterschiedlicher Farben die früheren Sedimentationsschichten. Sie sind in der zurückliegenden Zeit durch Erosionsvorgänge aus dem weichen Material herausmodelliert worden. Die noch immer an den Steinen nagenden Strömungen von Luft und Wasser, sowie die damit verbundenen physikalischen und chemischen Reaktionen haben charakteristische Muster hinterlassen, denen die typischen Strömungsvorgänge gewissermaßen einbeschrieben sind. Diese steingewordenen Skulpturen werden in absehbarer Zeit ganz anders aussehen, weil die Erosionsvorgänge mit gleicher Intensität weitergehen.

Säulen der Erde

Schlichting, H. Joachim. In: Spektrum der Wissenschaft 10 (2017), S. 68 – 69

Wenn Lava erstarrt, erzeugen Spannungen im abkühlenden Basaltgestein ein Netzwerk von Rissen. Die Spalten formen tiefe Säulen mit einem faszinierend regelmäßigen, meist sechseckigen Querschnitt. Weiterlesen

Licht im Dunkel auf La Palma

Das kleine Gotteshaus leuchtete weit übers Land, als wäre es überaus wichtig. Es zog mich mit seinem Schimmern jedesmal an, und ich stieg die Stunde hinauf, wo sonst niemand steigt in den ermattenden Hochsommertagen. Auch dies war ein Traumbild des … Lichts, das alles erhöht und aus jedem Nichts ein Wunderwas macht. Jedesmal nahm ich mir vor, nicht überrascht zu sein, wie kärglich und arm es war, und jedesmal war ich’s dann doch. Denn es war nur ein kleiner Gottesschuppen, so klein, daß ich mit der Hand ans dach fassen konnte, und das Weiß des Gemäuers war gar nicht weiß, sondern schlecht, und drinnen war wie gewöhnlich nichts, höchstens ein Bauern-Ikon. Wie aber glänzet es über das Land!*
Besser als mit den Worten Erhardt Kästners (1905 – 1975) hätte ich meine Empfindungen gar nicht ausdrücken können, als ich von einer langen Wanderung über die Vulkanroute schließlich kurz vor der  Saline von Fuencaliente am südlichen Zipfel von La Palma auf die kleine Kapelle stieß. Sie war ein Licht im kohlschwarzen Dunkel des Lavagesteins, das ich den ganzen Tag vor Augen hatte. Licht im Dunkel, das braucht man zuweilen und sei es noch so klein.

Hängende Basaltsäulen auf La Palma

Basaltsäulen_nahDen vulkanischen Ursprung der Insel La Palma erkennt man auch an den Basaltsäulen, die an verschiedenen Stellen der Insel frei zu Tage treten. Im aktuellen Foto hat sich das nimmermüde anbrandende Wasser (steter Tropfen höhlt den Stein) eine Höhle in die Felswand gegraben und derartige Säulen freigelegt. Sie haben einen polygonalen Querschnitt mit einer Häufung bei sechs Seiten. Zugegeben, die Saulen auf Island und Irland sind in ihrer Gleichförmigkeit wesentlich eindrucksvoller. Dafür bietet La Palma viele andere einmalige Phänomene. Die Basaltsäulen gibt es gewissermaßen noch obendrein. Weiterlesen

Nicht zu übersehehen, der Pico del Teide

El-Teide-ragt-durch-die-WolAuf welcher der Kanarischen Inseln man sich auch befinden mag, dominierend bleibt der höchste Berg Spaniens, der Pico del Teide (3718 m über dem Meeresspiegel) auf der Insel Teneriffa. Geht man vom Meeresboden aus, so ist der Teide sogar  7.500 Meter hoch und damit der dritthöchste Inselvulkan der Erde. Aber er ragt nicht nur über den Meeresspiegel, sondern in den meisten Fällen auch noch über die Wolken, die ihn nicht selten einhüllen.
Auf dem Fluge nach La Palma, im Vorbeiflug an Teneriffa bot sich mir der im nebenstehenden Foto festgehaltene Anblick. Weiterlesen

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