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Zirkularität

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Zur „Weißheit“ des Seifenschaums

In einem kürzlich gesendeten Beitrag im Rahmen der Sendung mit der Maus wird für die Kinder erklärt, warum Seifenblasen weiß erscheinen, obwohl die einzelnen Blasen durchsichtig sind. Die Erklärung geht so, dass eine zunächst ebenfalls transparente Glasscheibe zertrümmert und zerbröselt wird, bis auch dieses Glasgranulat weiß aussieht. Ein Schulkind fragte mich daraufhin mit Recht: Und warum ist zerstoßenes Glas weiß? Um die Sache auf die Spitze zu treiben antwortete ich spaßeshalber: Das ist wie beim Seifenschaum, je kleiner die Bläschen, desto weißer erscheint der Schaum. Weiterlesen

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Geschlossene Kreise

Wenn du einen Stein ins Wasser schleuderst, siehst du nur die nächsten Kreise zittern, und mit dem Spiel der letzten Wellen glaubst du die Wirkung deines Wurfs erloschen. O, wenn du nur bedächtest, daß die Schwingungen sich weiter fortsetzen, immer weiter, ans Ufer, durch das ganze Erdenrund, zu dem Stein, ja bis zu deiner Hand wieder zurück, die ihn schleuderte.

Arthur Schnitzler  (1862 – 1931)

Der Stein ist längst gesunken, der kurzfristig zerstörte Wasserspiegel hat sich in harmonischer Weise in konzentrische Ringwellen reorganisiert, die jetzt in angemessener Reihenfolge – nach Größe der Wellenlänge – über den See laufen. Dass die großen Wellen vorweglaufen ist typisch für Schwerewellen, also solche, deren Verhalten durch die Schwerkraft bestimmt werden. Bei kleinen Einwirungen auf die ungestörte Wasseroberfläche, zum Beispiel durch Regentropfen dominiert die Oberflächenspannung mit der Folge, dass in diesem Fall die kleinen Wellen schneller sind und die größeren in aller Behäbigkeit nachfolen. (Näheres siehe hier).

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