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Marginalia

Ostern und das Ei in der Klemme

Wer einmal erlebt hat, wie sich ein neu geborenes Küken bis zur Erschöpfung aus dem Ei herauspickt und das Licht der Welt erblickt, kann sich leicht vorstellen, dass dieser eindrucksvolle Vorgang symbolisch für die Entstehung von Leben gesehen werden kann. Daher wird das Ei von jeher in vielen Kulturen als Symbol für neues Leben, Fruchtbarkeit, Wiedergeburt und Ursprung der Welt angesehen.
Im antiken Griechenland und Rom wurden zur Feier des neu beginnenden Jahres, der Tag- und Nachtgleiche bunt bemalte Eier verschenkt und dekorativ aufgehängt. Da das christliche Osterfest etwa in diese Jahreszeit fällt wird vermutet, dass diese Tradition übernommen wurde, zumal das schlüpfende Küken symbolisch mit der Wiedergeburt Jesu in Verbindung gebracht werden konnte.
Das im Foto abgebildete „Käfigei“ soll an die Tradition des Eiersuchens und -versteckens erinnern. Hier geht es aber nicht so sehr darum, das Ei zu finden – es schein sogar aus sich heraus zu leuchten – sondern darüber nachzudenken, wie es aus seiner stählernen Umklammerung befreit werden könnte.

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Diskussionen

14 Gedanken zu “Ostern und das Ei in der Klemme

  1. Da mich der „Käfig“ an die elastischen Hopse-Spiralen“(keine Ahnung, wie die wirklich heissen) erinnert, die sogar Treppen herunterlaufen können, und mit denen man stundenlang die schönsten Figuren ausprobieren kann, stelle ich mir vor, dass auch hier das so regelmässig aussehende Käfignest elastisch sein könnte.

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    Verfasst von puzzleblume | 21. April 2019, 01:15
  2. Ganz kurze nur, aber nicht minder herzliche Ostergrüße – auf die jährliche Wiedergeburt!

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    Verfasst von simonsegur | 21. April 2019, 10:24
  3. Ich hätte auch vermutet, daß man die Stäbe zur Seite schieben kann.

    Bezüglich der „Entstehung von Leben“ auf dieser Erde:
    Manche meinen, wenn Bedingungen stimmen würden, käme es von alleine zu Leben.
    Der Meinung bin ich auch. Ich meine, daß es grundlegend, von den Elementen her, zu Komplexität drängt (dazu kannst Du sicher auch Fundiertes sagen) – die Frage ist eben nur, kann diese dann erhalten werden.
    Es gab ja vermutlich auch mehrere Anläufe zu Leben auf dieser Erde, vermutlich schon vor der magischen Schwelle von vor gut 2 Milliarden Jahren.

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    Verfasst von kopfundgestalt | 21. April 2019, 10:47
    • Wenn man die Voraussetzungen zur Entstehung des Lebens noch weiter fasst, kann man sogar bis zum Urknall zurückgehen. Der in den Naturwissenschaften herrschenden Auffassung gemäß ist das Leben aus Sternenstaub hervorgegangen. Biologisches Leben ist allerdings auf ganz spezielle Voraussetzungen angewiesen. Wenn die gegeben sind, ist die Entwicklung gewissermaßen zwangsläufig. „Anläufe zum Leben“ klingt allerdings ziemlich teleologisch, womit das theologische im weitesten Wortsinn nicht sehr weit entfernt ist. Und damit wäre man wieder beim (Oster-) Ei. So ist in einer der ältesten Mythologien der Riese Pangu aus dem Urei (dem Chaos) hervorgegangen.

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      Verfasst von Joachim Schlichting | 21. April 2019, 14:18
      • Teleologisches hatte ich nicht im Auge, auch theologisches nicht, noch viel weniger und mythologisches nochmal weniger.
        Ich habe nur eine Aussage in Erinnerung, eine, die ich vor etwa 30 Jahren aufgeschnappt hatte, sozusagen im Vorübergehen, in einer TV-Sendung, daß Komplexität sozusagen natürlich sei, wenn sie die Chance erhalte.

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        Verfasst von kopfundgestalt | 21. April 2019, 22:36
      • Aus naturwissenschaftlicher Sicht ist Leben als ein „Bündel“ sich selbst organisierender Vorgänge ein komplexes Phänomen. Damit es entstehen kann, müssen daher entsprechende Voraussetzungen gegeben sein. Ich vermute, dass deine Aussage darauf abzielt.

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        Verfasst von Joachim Schlichting | 22. April 2019, 08:51
  4. und auf demselben Weg wieder hinaus?

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    Verfasst von gkazakou | 21. April 2019, 10:52
  5. Diese Federn sind schon witzig! Und darin ein Ei zu platzieren ebenso😀.Unsere „Ostereier“ sind noch im Brutkistchen – die kleinen Lebenskünstler sind heute gerade dabei, Ihren Eizahn einzusetzen🐣sonnige Ostergrüße

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    Verfasst von ele21 | 21. April 2019, 12:14

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