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Sonnentaler als Maßstab

Als ich gegen Mittag gemächlich mit dem Fahrrad unter diesem kathedralenartig hohen Gewölbe entlangfahre, ist es fast so als würden mich naturheilige Gefühle überkommen. Aufgespannt wird dieses lichtdurchflutete grüne Dach durch Buchen, die sich in großer Höhe wie ein Baldachin vereinigen. Wie hoch mag das grüne Gewölbe wohl sein? 15 Meter? 20 Meter? Wozu lange herumraten. Die Hinweise auf die Höhe liegen hier doch auf der Straße in Gestalt von ellipsenförmigen Sonnentalern, die wegen der hochstehenden Sonne und perspektivischen Verkürzung fast kreisförmig sind. Ich schätze den (kleineren) Durchmesser auf 30 cm ab. Da das Verhältnis von Sonnenentfernung zu Sonnendurchmesser 108 beträgt und gleich dem Verhältnis der Entfernung des Sonnentalers vom Loch im Blätterdach zum Durchmesser des Sonnentalers ist, muss ich nur noch die 30 cm mit dem Faktor 108  (naja wegen der groben Schätzung genügt der Faktor 100) multiplizieren und komme auf einen Wert von 30 Meter. 30 Meter! beeindruckend! Es sind aber auch die größten Sonnentaler, die ich bislang vor das Objektiv bekommen habe. Wird das zu toppen sein?

Wer sich für den physikalischen Hintergrund dieser Abschätzung interessiert, schaue sich einen früheren Aufsatz an. Und wer sich über die Sonnentaler etwas genauer informieren möchte, kann das hier tun. Weitere Beiträge zu Sonnentalern im engeren und weiteren Sinne findet man hier und hier und hier und hier.

 

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