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Strukturbildung, Selbstorganisation & Chaos

Fraktales Wachstum – am Beispiel der fingerartigen Durchdringung zweier Flüssigkeiten

Fraktales-WachstumSchlichting, H. Joachim. In: Physik in der Schule 31/3, 113 (1993).

Eines der wesentlichen Ziele der klassischen Physik ist die Formalisierung des natürlichen Geschehens, um darauf aufbauend exakte Vorhersagen treffen zu können. Bei der Formalisierung spielen geometrische Methoden, insbesondere euklidische Formen eine hervorragende Rolle. GALILEI sieht in der Geometrie die Sprache der Natur: „Die Philosophie ist in dem großen Buch der Natur niedergeschrieben, das immer offen vor unseren Augen liegt, dem Universum. Aber wir können es erst lesen, wenn wir die Sprache erlernt und uns die Zeichen vertraut gemacht haben, in denen es geschrieben ist. Es ist in der Sprache der Mathematik geschrieben, deren Buchstaben Dreiecke, Kreise und andere geometrische Figuren sind; ohne diese Mittel ist es dem Menschen unmöglich, auch nur ein einziges Wort zu verstehen“.

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Diskussionen

9 Gedanken zu “Fraktales Wachstum – am Beispiel der fingerartigen Durchdringung zweier Flüssigkeiten

  1. Wie weit würde Geometrie ihn führen, hat Galilei darüber etwas geschrieben?

    Verfasst von kopfundgestalt | 22. November 2021, 09:17
    • Mit der klassischen Geometrie würde man nicht weiter kommen. Die zur Analyse solcher Dendriten geeignete Geometrie ist unter dem Begriff der „fraktalen Geometrie“ erst in den letzten 50 Jahren entwickelt worden. Sie führt zu einer ganz anderen Herangehensweise als sie bis dato in den Naturwissenschaften praktiziert wurde.

      Verfasst von Joachim Schlichting | 22. November 2021, 10:04
      • Ja, hat Galilei schon über die Grenzen der Mathematik philosophiert oder war das erst nach ihm ein Thema?

        Verfasst von kopfundgestalt | 22. November 2021, 10:54
      • Soweit ich weiß, war die Aufbruchsstimmung in Mathematik und Naturwissenschaften zur Zeit Galileis so groß, dass Grenzen weder sichtbar noch als untersuchenswert betrachtet wurden. Die Vermessung von alles und allem war angesagt. So fand Galilei es beispielsweise überhaupt nicht vermessen, sich mit der Vermessung der Hölle zu beschäftigen.

        Verfasst von Joachim Schlichting | 22. November 2021, 11:07
      • Bizarrismen…
        Ich bin manchmal der Auffassung und das ist eine zugegeben recht harte, daß jeder, der sich heutzutage im Olymp der Politik oder Wissenschaft wähnt/aufhält, acht geben muss auf seine Äusserungen. Ob sie standhalten können. Ob sie Sinn machen.
        Wenn jemand sagt, ein Lockdown habe nachgewissenermassen keine Auswirkung, dann sollte er das lieber zuhause im stillen Kämmerchen denken.

        Verfasst von kopfundgestalt | 22. November 2021, 11:18
      • Du hast völlig Recht, solche Tatsachenbehauptungen über Themen, die weit davon entfernt sind, geklärt zu seine, diskreditieren den Sprecher.

        Verfasst von Joachim Schlichting | 22. November 2021, 11:29

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