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Marginalia, Physik und Kultur

Optik, Sehen und Kunst

sonnenaufgang_dscf6280rvIm Anschluss an die Verbreitung der Newtonschen Optik, nehmen sich nicht nur Wissenschaftler, sondern auch Dichter und Denker der Aufklärung der neuen Erkenntnisse an und richten ihr Augenmerk vor allem auf die überragende Bedeutung des Sehens.  Insbesondere John Locke und George Berkeley preisen den Gesichtssinn als den edelsten, angenehmsten und umfassendsten aller Sinne. Dieser Einschätzung schließt sich auch Addison in seinen Pleasures of the Imagination an, wenn er ausführt, dass das Schöne „entweder in der Farbenfreudigkeit und -vielfalt der Farben, in der Symmetrie und der Proportion der Teile in der Anordnung und Verteilung der Dinge, oder auch nur in einer Mischung und Zusammenwirken von allem zusammen… (besteht). Bei diesen verschiedenen Arten der Schönheit zieht das Auge die größte Lust aus der Farbe.  Wir treffen nirgends eine herrlichere und erfreulichere Darbietung in der Natur an als was sich am Himmel bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang abspielt, wenn sich die unterschiedlichsten Lichtflecken in unterschiedlichen Situationen in den Wolken zeigen“ (Übers. HJS).
(aus: Steele Addison et al.: The Spectator. London, New York 1958, Bd. 3, p. 276)

Diskussionen

2 Gedanken zu “Optik, Sehen und Kunst

  1. Fragen wir bestimmte andere Tiere, deren Sinne an Komplexität unserem Sehen das Wasser reichen kann.

    Verfasst von kopfundgestalt | 8. April 2018, 00:09

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