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Marginalia

Im Jahr des Lichts (4) – vernebelte Sonnenfinsternis

Sonnenfinsternis-1999rv

Alles schien perfekt zu laufen, die Sonne schien vor blauem Himmel und es schien ausgeschlossen, dass sich daran in den nächsten Stunden noch etwas ändern würde. „Schien“ heißt aber nicht „scheint“. Kurz nach 9:00 Uhr zog nämlich langsam Hochnebel auf. Die Sonne sah jetzt aus wie ein Mond aus, und zu Beginn der erwarteten Sonnenfinsternis war nichts mehr vom Hauptdarsteller zu sehen. Normalerweise geht es umgekehrt. Der Tag beginnt mit Hochnebel, der dann allmählich verschwindet. Die Enttäuschung war natürlich groß. Zum Trost habe ich mir die Fotos der Sonnenfinsternis vom 11.8.1999 angeschaut. Um die momentane Stimmung in etwa zu treffen, zeige ich wie es im Schatten unter dem Nussbaum aussah: Die üblicherweise kreisrunden Sonnentaler hatten die aktuelle Form der zum großen Teil vom Mond abgedeckten Sonne angenommen.

Diskussionen

2 Gedanken zu “Im Jahr des Lichts (4) – vernebelte Sonnenfinsternis

  1. Lieber Herr Prof. Schlichting,

    da haben wir hier im Süden mehr Glück mit dem Wetter gehabt.

    Es war aber erschreckend, wie verunsichert die Leute waren wegen der ganzen Pressewarnungen. Es gab Schüler, die liefen mit der Hand vorm Gesicht über den Schulhof, um ja kein Sonnenlicht abzubekommen. Grundschüler durften erst gar nicht raus!

    An meiner Schule hatte ich eine recht große Aktion mit der Astronomie-AG veranstaltet. Es gab Brillen, ein Sofi-Sofa auf dem Schulhof, diverse Teleskope, Zeitraffer liefen und irgendwie am schönsten war die gute alte Lochkameratechnik durch die Jalousien in unserer Festhalle. Hier finden Sie meinen Zeitraffer „Die Sonnenfinsternis im Klassenzimmer“:

    [video src="http://www.allthesky.de/tmp/pgrosenfeld/sofi20mar15.mp4" /]

    Mit besten Grüßen aus Tübingen,

    Till Credner

    Verfasst von Till Credner | 22. März 2015, 11:40
    • Lieber Herr Credner,
      vielen Dank für den schönen Kommentar. Ihr eindrucksvolles Video mit den multiplizierten Sonnenfinsternistalern hat mich fast schon wieder mit dem Schicksal versöhnt. Ich denke, dass die Schülerinnen und Schüler Ihre Aktion nicht so schnell wieder vergessen werden.
      Was die Vorsicht vor Augenverletzungen betrifft, so wird in der Tat stark übertrieben. Denkt denn keiner daran, dass die Kinder sich an jedem beliebigen Sonnentag schädigen können, wenn sie denn wollen?
      Übrigens verflüchtigte sich der Hochnebel an besagtem Tag kurz nach dem Ereignis und die Sonne trat wie zum Hohn strahlend bis zum Sonnenuntergang in Erscheinung.
      Viele Grüße aus dem momentan sehr sonnigen Norden, Joachim Schlichting

      Verfasst von Joachim Schlichting | 22. März 2015, 13:52

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